
Der Höfener Heckenweg
Region: Nordeifel
Bestaunen Sie die meterhohen Buchenhecken und urigen Vennhäuser der Ortschaft Höfen entlang eines fünf Kilometer langen Rundweges!
Streifen Sie vorbei an eindrucksvollen Flurhecken, die die Wiesen und Weiden am Ortsrand umsäumen!
Anschauliche Info-Tafeln informieren den Wanderer über die Besonderheiten dieser Kulturlandschaft.
Welchen Nutzen haben Flurhecken?
Was bewirken die riesigen Haushecken? Welche Tiere und Pflanzen leben im Schutz einer Hecke?
Gewappnet mit dem zugehörigen Faltblatt, das Sie im Nationalpark-Tor Höfen oder im Naturhaus Seebend erhalten, können Sie Ihren Rundgang starten. An den Tafeln angebrachte Übersichtskarten erleichtern Ihnen die Orientierung.
Oder nutzen Sie das Angebot einer geführten Hecken-Wanderung!
Für mobilitätseingeschränkte Menschen, wie z.B. ältere Menschen, Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrer, bietet sich die leichte, auf 3 Kilometer verkürzte Rundwegvariante an. Rast und Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden.
| Nr | Tourenpunkt |
| 1. | Haushecken in Höfen |
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Das Zusammenspiel aus alten Fachwerkhäusern und baumhohen
Haushecken prägt das Ortsbild von Höfen. Seit dem 18. Jahrhundert sind Hecken im „Monschauer Land“ urkundlich nachweisbar. Mit ihren
eingeschnittenen Tür- und Fensteröffnungen stellen die lebenden Mauern eine landschaftliche Besonderheit in der Nordeifel dar. Durch ihren dicht
verzweigten und erstaunlich widerstandsfähigen Heckenkörper schützen sie Haus und Hof vor den kalten Westwinden und Starkregen. Einen
bemerkenswerter Anblick bieten die in die Hecke eingearbeiteten Fenster und Tore. Wegbeschreibung: Vom Naturhaus Seebend aus die "Hauptstraße" überqueren und nach links bis zur Straße "Im Sief" gehen. Dann rechts hinunter, wo man am Ende des Weges auf das Naturschutzgebiet Perlenbach- und Fuhrtsbachtal (Narzissental)blickt. |
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| 2. | Heckenpflege |
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Um den unverwechselbaren Charakter der historischen Kulturlandschaft mit
ihren Haushecken und den typischen Flurhecken mit „Durchwachsern“ zu
bewahren ist eine regelmäßige und aufwendige Pflege notwendig. Für den
Erhalt und die Pflege der Haushecken stellt der Kreis Aachen Fördermittel
bereit. Die Flurhecken wiederum werden über ein seit 20 Jahren bestehendes Heckenpflegeprogramm des Naturparks Nordeifel durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfahlen gefördert.
Die so genannte Durchflechtung und die Kunst des Heckenscherens werden von der Bevölkerung seit Generationen an die Jugend weitergegeben. Wegbeschreibung: Hier nach rechts weiter, am alten Dorfbrunnen vorbei zurück in Richtung "Hauptstraße". Die "Hauptstraße" queren, der "Hermesstraße" bis zum Rechtsknick folgen, hier links. An den Haushecken wieder links und über den alten Kirchpfad zurück zur "Hauptstraße"; hier rechts weiter zum Torbogen des Hauses Hauptstraße Nr. 97, dem bekanntesten Heckenbild aus Höfen. |
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| 3. | Von der Hecke zur Allee |
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Mitte des letzten Jahrhunderts wurde durch die Modernisierung der
Landwirtschaft die Pflege, insbesondere der wichtige regelmäßige Schnitt,
vernachlässigt und die Hecken verwilderten. Das typische Merkmal der
Monschauer Flurhecken – die „Durchwachser“ – wurden nicht mehr
gekappt. Dadurch konnten sie zu großen, starken Bäumen heranwachsen.
Aus den Rotbuchen entwickelte sich über die Jahre eine prachtvolle Allee. Reste des ehemaligen Flurheckenkörpers sind zwischen den großen Bäumen zu erkennen. Wegbeschreibung: Der Hauptstraße weiter folgen bis zum Schwanenteich. |
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| 4. | Entwicklung und Ökologie der Flurhecken |
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Das großflächige Flurheckennetz entwickelte sich, um die Grenzen zwischen den einzelnen Feldern zu kennzeichnen. Zusätzlich schützte es den fruchtbaren Ackerboden vor den starken Westwinden und die Ernte vor dem Weidevieh. Für die Bevölkerung dienten die Hecken mit ihren „Durchwachsern“ als Brennholzlieferant.
In der heutigen Zeit übernimmt die historische Heckenlandschaft weitere
Aufgaben. Sie ist ein wichtiger Überlebensraum für zahlreiche Tiere
(Insekten, Reptilien, Vögel und Säugetierarten) und Pflanzen. Sie trägt
dadurch zur ökologischen Vielfalt bei. Besonders Vögel wie Goldammer oder Neuntöter nutzen die Hecke ganzjährig als Schutz, Nist- und Rückzugsplatz sowie Überwinterungsmöglichkeit.
Die meisten Pflanzenarten trifft man im Krautsaum an, dem Übergang zwischen Hecke und Wiese. Dabei handelt es sich z. B. um Himbeere, Zaunwinde und Fuchs-Greiskraut. Wegbeschreibung: Hinter dem Schwanenteich rechts ab in die "Weiherstraße" mit ihren schönen Fachwerkhäusern (Hausnummer 4, 12, 16, 34). Links ab in die "Triftstraße" mit alten Haushecken und halb rechts weiter in die "Pferdebahn", eine alten Allee. Rechts ab auf den unbefestigten Weg, den "Wiesengrund" queren, dahinter links auf den Feldweg über die Historische Sägemühle in Richtung Monschau. |
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| 5. | Haushecken und Vennhäuser |
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An diesem Standort kann eine der schönsten Haushecken des Rheinlandes
bewundert werden. Durch intensive Pflege und einem regelmäßigen Schnitt, konnten sogar Kriegsschäden behoben werden und sich diese beeindruckende Haushecke entwickeln.
Der Hecke gegenüber und von ihr umschlossen stehen alte Fachwerkhäuser, die in aufwendiger Kleinstarbeit renoviert worden sind. Zusammen mit den Hecken stellen sie die ortsprägenden Elemente Höfens dar. Wegbeschreibung: An der historischen Sägemühle vorbei über die Kluckbachbrücke nach Monschau (ca. 6 km) Dem Höfener Heckenweg folgend rechts halten und am Waldrand entlang, geradeaus auf Höfen zu. Zwei mal links, an den Wiesen und dem Waldstück vorbei. Dann rechts, links, rechts mit Blick auf Flurhecken verschiedener Alters- und Pflegestufen. Den "Wiesengrund" queren, geradeaus über die "Hermesstraße" zurück zur "Hauptstraße" und links zum Naturhaus Seebend |
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| 6. | Der Eifel-Blick „Heckenland“ |
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Der Naturpark Nordeifel hat zahlreiche Aussichtspunkte mit weiten Fernblicken unter „Eifel-Blicke“ zusammengefasst.
Genießen Sie die Aussicht über die historische Kulturlandschaft. Auf einer
Panoramatafel werden Ihnen die Besonderheiten des „Monschauer
Heckenlandes“ erklärt.
Weitere Informationen zu den Eifel-Blicken bekommen Sie unter:
www.eifel-blicke.de Wegbeschreibung: Rückkehr zum Ausgangsort der Wanderung. |