
Tiergartentunnel-Wanderweg
Region: Nordeifel
Der 19 km lange Tiergartentunnel - Wanderweg ermöglicht einen Einblick in die außergewöhnlich aufwendige Wasserversorgung
von Burg Blankenheim im ausgehenden Mittelalter.
Entlang des Wanderweges werden an 18 Standorten mit Informationstafeln interessante Besonderheiten von Geschichte, Archäologie, Natur und Landschaft anschaulich präsentiert.
| Nr | Tourenpunkt |
| 1. | Bahnhof Blankenheim-Wald |
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Der Tiergartentunnel-Wanderweg hat eine Gesamtlänge von rund 19 km auf gekennzeichneten und angenehm zu begehenden Wegen. Der Einstieg in den Wanderweg ist an allen Stellen möglich. Der gesamte Wegverlauf ist mit dem abgebildeten Symbol markiert. Wegbeschreibung: Die beschriebene Wanderung startet am Bahnhof Blankenheim-Wald. |
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| 2. | Urfttal |
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Eingebettet in eine wunderschöne Landschaft schlängelt sich die Urft durch die Wald und Wiesenflächen der
Nordeifel.
Wegbeschreibung: Der Tiergartentunnel-Wanderweg führt zunächst durch das Urfttal. |
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| 3. | Naturschutzgebiet Haubachtal |
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Hier bietet sich zu jeder Jahreszeit ein
anderes Bild der Natur: Das bedeutsame
Naturschutzgebiet ist nicht nur wegen
der reichen Vorkommen seltener Arten,
u.a. Orchideenarten wie Breitblättriges
und Geflecktes Knabenkraut, Zweiblättrige
und Berg-Kuckucksblume bemerkenswert, sondern auch im Hinblick auf Tagfalter, Amphibien und Vögel.
Wegbeschreibung: Der weitere Wegverlauf führt durch das Naturschutzgebiet Haubachtal. |
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| 4. | Stauteich "In der Rhenn" |
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Von einem kleinen Stauteich im oberen Bereich des "In der Rhenn" genannten Tales ist der Damm in Resten noch erhalten. Nach neuesten archäologischen Untersuchungen handelt es sich hierbei um einen Deichelweiher (oder Röhrenteich), in dem die Holzrohre für die Wasserleitung zur Burg in der Zeit zwischen Herstellung und Verlegung zwischengelagert wurden.
Wegbeschreibung: Der weitere Wegverlauf führt durch das "In der Rhenn" genannte Tal vorbei an einem Stauteich im oberen Talbereich. |
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| 5. | Brunnenstube "Alte Quelle" |
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Bei der Brunnenstube "Alte Quelle" handelt es sich um die Quellfassung für die Wasserleitung zur Burg Blankenheim. Hier begann die fast einen Kilometer lange Holzrohrleitung. In der Brunnenstube wird das aus dem Hang tretende Quellwasser aufgefangen. Im Bauwerk sind zwei Bauphasen zu erkennen, deren ältere aus der Gründungszeit 1468/69 stammen dürfte.
Wegbeschreibung: Auf dem weiteren Wegverlauf wird die Brunnenstube "Alte Quelle", die als Quellfassung für die Wasserleitung zur Burg Blankenheim dient, passiert. |
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| 6. | Druckleitungstrasse |
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Um wegen des geringen Höhenunterschieds zwischen "Alter Quelle" und Burg eine möglichst kurze Trasse auszubauen, wurde das unterhalb der Quelle liegende Tal nicht mit einer Gefälleleitung umfahren, sondern mit einer Druckleitung quer durchfahren.
Wegbeschreibung: Der weitere Wegverlauf führt an der Druckleitungstrasse vorbei in Richtung Tiergartentunnel. |
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| 7. | Tiergartentunnel |
Herzstück der Wasserleitung zur
Burg war der Tiergartentunnel. Da
Tunnelbau im Mittelalter eher eine
seltene Bautechnik war, ist der
Blankenheimer Tunnel mit seinen
fünf Bauschächten ein technikgeschichtlich
herausragendes Bauwerk. Von seinem südlichen Mundloch aus kann man in den
ausgemauerten Tunnel hineinschauen.
Wegbeschreibung: Jetzt wird der Tiergartentunnel passiert, dem der Wanderweg seinen Namen verdankt. |
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| 8. | Wasserhäuschen |
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Das kellerartige Bauwerk stammt vermutlich aus der Barockzeit, als von der Wasserleitung im Tunnel auch eine Fontäne im Barockgarten der Burg versorgt werden musste. Es diente ehemals als Wasserzwischenspeicher, von dem aus die Burg versorgt werden konnte, wenn Quellwasser aus der Leitung für den Betrieb der Fontäne benötigt wurde.
Wegbeschreibung: Der Weg passiert das Wasserhäuschen, ein kellerartiges Bauwerk aus der Barockzeit, und führt weiter zum leider nicht mehr erhaltenen Barockgarten der Burg Blankenheim. |
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| 9. | Der ehemalige Barockgarten |
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Der Barockgarten der Burg Blankenheim wäre mit Sicherheit eine echte Attraktion – wenn es ihn noch geben würde! In einer Zeit, in der die Befestigungsanlagen von mittelalterlichen Burgen vor weitreichenden Geschützen keinen Schutz mehr boten, wurde auch Burg Blankenheim zu einem Schloss umgestaltet. Nach dem
Vorbild der Barockgärten von Versailles und Augustusburg in Brühl war 1727/28 eine in drei Terrassen gegliederte Gartenanlage gebaut worden. Wegbeschreibung: Am ehemalige Barockgarten vorbei führt der Weg nun in Richtung der Burg Blankenheim. |
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| 10. | Burg Blankenheim |
Die Burg war der Stammsitz der Grafen von Blankenheim, eines der mächtigsten Grafengeschlechter der Eifel. In einer Urkunde taucht Blankenheim erstmals im Jahre 1115 auf, womit Gerhard I. als Herr von Blankenheim bestätigt wurde. Die Übergangszeit von der Herrschaft des Grafen Gerhard VIII. auf Dietrich III. von Manderscheid (1468/1469) ist von großem Interesse, da die Datierung eines
Rohres aus der Fernwasserleitung zur Burg genau in diese Zeit weist.
Von der Burg abwärts führt der
Wanderweg durch den historischen
Ortskern des Erholungsortes
Blankenheim. Sehenswert sind zum Beispiel die spätgotische Pfarrkirche (1495-1505), die Galeriewerkstatt Haus
am Hirtenturm, die Eifelhaus-Malstuben, die Stadttore Hirtentor und Georgstor, die Ahrquelle, das Eifelmuseum oder die barocke Kapelle Hülchrath.
Die Möglichkeiten zum Kahnfahren, Minigolf, Tennis oder Schwimmen im beheizbaren Freibad bieten die Freizeitanlagen um den Schlossweiher.Wegbeschreibung: Von der Burg aus führt der Wanderweg durch den historischen Ortskern des Erholungsortes Blankenheim. |
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| 11. | Eifelpanorama |
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Von diesem Standort (540 m) hat man bei
gutem Wetter einen herrlichen Ausblick
über die Ahr- und Eifellandschaft. Der
Blick wandert von der Burg Blankenheim
(512 m) über den Aremberg mit seinem abgeflachten Gipfel (623 m) zur Nürburg (678 m) und zur Hohen Acht (747 m).
Wegbeschreibung: Von Blankenheim erreicht der Wanderweg den Standort "Eifelpanorama". |
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| 12. | Hügelgrab |
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Der aus dem Tal heranführende Weg ist streckenweise von einem Hohlweg begleitet.
Dieser Hohlweg stellte die alte
Wegeverbindung zwischen Blankenheim und Nonnenbach dar, die an dieser Stelle durch
den Wald verlief. An einer Wegespinne von fünf Wegen liegt ein 1 m hoher Grabhügel.
Wegbeschreibung: Aus dem Tal heraus führt der Weg zu einer Wegkreuzung, an der das 1 m hohe Hügelgrab liegt. |
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| 13. | Österreichische Schanzen (I) |
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Das Erdwerk besteht aus einem halbkreisförmigen Wall mit vorgelagertem
Graben. Im Inneren sind drei Eintiefungen für die Geschütze mit Abmessungen von etwa 6 m x 3 m erkennbar. Es handelt sich hierbei um eine Geschützstellung einer nach
Südwesten ausgerichteten Batterie von ehemals mindestens acht Stellungen in drei Reihen gestaffelt. Die Stellungen waren 1794 von den Österreichern gegen die vorrückenden Truppen Napoleons gebaut worden. Wegbeschreibung: Auf dem weiteren Wegverlauf wird die erste der "Österreichische Schanzen" - eine Stellung, die die Österreicher einst gegen die Truppen Napoleons errichtet hatten - passiert. |
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| 14. | Hängebuche auf dem Hügelgrab |
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Bei der weithin sichtbaren
Hängebuche handelt es sich um eine
Mutation der Rotbuche, die nach ihrer
Entdeckung im Süntel, einem kleinen Mittelgebirge südwestlich von Hannover, auch als Süntelbuche bezeichnet wird. Vermutlich ist dieser als Naturdenkmal geschützte Baum vor rund 200 Jahren auf das Hügelgrab gepflanzt worden. Wegbeschreibung: Der weitere Wegverlauf führt an einer freistehenden Hängebuche vorbei, die seit ca. 200 Jahren auf dem Hügelgrab steht. |
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| 15. | Österreichische Schanzen (II) |
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Das Erdwerk besteht aus einem halbkreisförmigen Wall mit vorgelagertem
Graben. Im Inneren sind drei Eintiefungen für die Geschütze mit Abmessungen von etwa 6 m x 3 m erkennbar. Es handelt sich hierbei um eine Geschützstellung einer nach
Südwesten ausgerichteten Batterie von ehemals mindestens acht Stellungen in drei Reihen gestaffelt. Die Stellungen waren 1794 von den Österreichern gegen die vorrückenden Truppen Napoleons gebaut worden. Wegbeschreibung: Auf dem weiteren Wegverlauf wird die zweite der "Österreichische Schanzen" - passiert. |
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| 16. | Römerstraße durch den Olbrückwald |
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Eine der von Köln aus in die Eifel
führenden Trassen verläuft bei diesem
Standort durch den Olbrückwald. Die Römerstraße hat sich unter Wald als ausgeprägter Damm hervorragend
gut erhalten. Sie führt nordostwärts Richtung Blankenheimerdorf und ist im Wald erkennbar.
Wegbeschreibung: Auf dem Weiterweg wird eine alte Römerstraße passiert, die auch heute noch als solche gut zu erkennen ist. |
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| 17. | "Altenburger Kopf" mit der Altenburg |
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Die rund 40 m hohe Kalksteinrippe südlich von Blankenheimerdorf hat ihren Namen von einer ehemaligen mittelalterlichen
Befestigung, von der heute allerdings nur noch spärliche Reste erhalten sind. Die isolierte Lage dieses kleinen Höhenzuges bot sich für den Ausbau zu einer Wehranlage an.
Wegbeschreibung: Der Weg führt an den Resten einer mittelalterlichen Befestigung auf dem "Altenburger Kopf" vorbei. |
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| 18. | Trasse der oberen Ahrtalbahn |
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Bei diesem 1913 eingeweihten Streckenabschnitt handelte es sich
um eine Querverbindung zwischen den damals bereits vorhandenen Strecken Remagen – Adenau (um 1885 erbaut)
und der Strecke Köln – Trier (1869). Mit den Arbeiten an dieser in erster Linie strategischen Bahn war am
1. April 1910 begonnen worden. Am 3. März 1961 erfolgte die offiziell letzte Güterzugfahrt auf der Strecke Blankenheim (Wald) und Ahrdorf. Wegbeschreibung: Vorbei an der Trasse der oberen Ahrtalbahn führt der Weg zurück ins Urfttal. |
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| 19. | Urfttal / Bahnhof Blankenheim-Wald |
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Wegbeschreibung:
Nach 19 km ist man wieder am Ausgangspunkt des Tiergartentunnel-Wanderwegs angelangt.
Den Wanderführer zum
Tiergartentunnel-Wanderweg in der Reihe "Rheinische Landschaften" (Nr. 50) erhalten Sie für 3,- € im Bürger- und Verkehrsbüro Blankenheim, Rathausplatz 16, 53945 Blankenheim, www.tiergartentunnel.de. |